Ein fast episches Epos

So manch alter Erzähler,
von so machen alter Geschicht,
erzählte mir ne Legende,
ich glaub ihr kennt sie noch nicht.

Es war einmal in einem weit entfernten Land,
da lebten zwei Knaben, beide weithin bekannt.

Der eine der beiden,
war reich und bescheiden,
sein Name war Hans,
und er war zu beneiden.
Er war talentiert mit dem Schwert,
stellte sich mutig jedem Gegner entgegen.
Wurde von den Frauen verehrt.
Auch da hatte er nichts dagegen.
Bei den Männer dieser Welt,
war er deswegen sowas wie ein Held
zudem besaß er einen Haufen an Geld.

Der andere jedoch, wie soll ich es sagen,
konnte nicht mal selbst sein Antlitz ertragen.
Schon als Kind hatte er dieses „Äußere Problem“,
man konnte es besonders an seinem Äußeren sehn.
Zudem war er ein rechter Bösewicht,
er stahl und betrog, prügelte und log,
nur Gutes tat er nicht.
Sein Vater hatte ihn damals Waldemar genannt,
doch bei jedem war er nur als Waldi bekannt.

Eines Tages nun,
da trat oh Graus,
aus dem Walde vor dem Schloss,
ein Drache heraus.
Alle gerieten in Panik und liefen,
im Kreis, im Dreieck, im Quadrat und sie riefen:
„Ein Drache ist hier, um uns alle zu essen,
rennt um euer Leben, sonst wird er euch fressen!“
Die Leute sie schrien und rannten umher,
doch den Drachen den kümmerte das alles nicht sehr.
Er ließ sich indes nicht lange bitten,
und schritt mit gewaltig gemächlichen Schritten,
Zum größten Burgturm, in welchem ganz oben droben,
die Prinzessin gerade dabei war Geige zu proben.
Als sie den Drachen erblickt, und erschrickt, versucht sie zu fliehen.
Sie wäre dem Drachen auch sicher entkommen,
hätt sie die Stufen nach unten genommen.

Lange Rede, kurzer Sinn,
Die Prinzessin ist weg,
keiner weiß wohin,
so ein Dreck…
Der König aber hatte sofort einen Plan,
er sagte zu seinen Soldaten:
„Bringt mir die zwei Helden ran!
Die solln sich bewegen,
den Drachen erlegen,
und meinetwegen
erhalten sie dann,
der eine mein Kind,
der andere Gold,
beweget euch geschwind,
das Glück sei euch hold.“

In Sekundenschnelle,
warn die Helden hergebracht,
sie standen auf der Schwelle,
des Schlosses in dunkler Nacht.
Der König schickte beide los,
den Drachen zu erschlagen,
welcher so Böse war,
die Prinzessin wegzutragen.

So ritten sie los,
der eine fürs Weib,
der andre fürs Geld,
doch finster war es um die beiden bestellt.
Gefahren, Monster und fiese Halunken,
raue Länder mit rauen Spelunken.
Die Reise war zirka 3 Monate lang,
doch schließlich kamen sie an der Höhle an,
in welcher der Drache nun hauste,
und täglich gut schmauste,

Sie banden die Pferde an einen Baum
den mit Pferd in ne Höhle, das geht ja wohl kaum.
Sie gingen hinein,
und sahen sich um,
den Drachen fanden sie nicht,
aber dafür lagen Schätze herum.
Gold, Edelsteine und Juwelen,
lagen da, als wären sie alleine zum stehlen
Von der Decke hing, ein goldener Käfig,
der war an dieser mit einem Haken befestigt.
In ihm stand die holde Maid,
und kein Drache weit und breit.
Die Prinzessin war, wie durch ein Wunder,
immer noch lebendig und zudem ganz munter.
Sie schrie herum und kreischte wie wild,
man solle sie herausholen,
doch Hans sagte nur mild:
„Immer ruhig junge Dame,
wir sind doch dabei.
Ihr seid mir wichtig,
das Gold ist einerlei!“
Unterdes hat sich Waldi drangemacht,
und den größten Teil des Goldes in nen Sack gepackt.
Während Hans noch rätselte, wie komm ich da rauf,
taucht im Eingang der Höhle, das Monster auf.

Erst herrschte Stille, die drei sahen sich an,
die Prinzessin schrie los, und der Kampf begann.
Hans lief los, mit gezogenem Schwert,
der Drache aber, ganz unbeschwert,
hob nur den Fuß,
und Zack, war Hans Mus.
Waldi hinter ihm, den Bogen in der Hand,
ziemlich nervös und extrem angespannt.
Schoß zwei drei Pfeile, leider alle daneben,
zwei Sekunden später lies auch er sein Leben.
Die Prinzessin, die machte es dann auch nicht mehr lang,
den der Drache, ich hätt’s fast vergessen,
hat sie am nächsten Morgen zum Frühstück gegessen.

Und was ist den nun die Moral von der Geschicht?
Wollt ihr gegen nen Drachen kämpfen, tut es nicht…

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