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Der Vampir klopft an mein Fenster. Ich sehe kurz vom Computerbildschirm auf und wende meinen Blick wieder dem Youtube-Video zu.
Es klopft erneut. Ich versuche es zu ignorieren, aber die abscheuliche Bestie lässt nicht locker. …WEITERLESEN

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Sonntagnachmittag, Sommer, 35° C.
Die Stadler Kunstgrube in Frankfurt. Ein modernes Kunstmuseum mit Ausstellungsstücken von bekannten und unbekannten Amateuren aus Stadt und Umgebung. Egal, welche Kunstrichtung, welches Medium und welche Gesellschaftsschicht. …WEITERLESEN

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In einem fernen Land lebte einst ein König. Dieser hatte sich in jungen Jahren eine Adelsdame zur Frau genommen, die ihm später aber leider verstarb. Seither regierte er alleine. Besonders in kalten Winternächten, wo ihm niemand das Bett wärmte, machte ihm die Einsamkeit zu schaffen.
Eines Tages beschloss er, sich eine neue Gemahlin zu nehmen. Zwar waren seine besten Jahre bereits vorübergezogen, doch er befand sich selbst als einen durchaus angenehmen Zeitgenossen. Dieses Mal aber wollte er sich nicht auf den Adel beschränken. Schön sollte sie schon sein, reich dagegen nicht. Denn schließlich war er das schon selbst. Kinder sollte sie kriegen können, am Besten ein Dutzend und vor allem musste sie bei Festen und vor dem Volk bezaubernd lächeln können. …WEITERLESEN

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Der Held wurde in einem kleine Dorf zwischen Feldern und Wäldern groß. Er führte ein einfaches Leben, bis eines Tages die Handlanger des gefürchteten Königs einfielen und alle, die ihm lieb und teuer waren, meuchelten. An jenem Tag schwor der Held, Rache zu üben und trainierte sich seitdem in den Künsten des Kampfes. Er trainierte Ausdauer, Stärke und Geschicklichkeit. Nebenbei erweiterte er noch seinen Wortschatz, übte das Rechenwesen und eignete sich Staatskunde an. Dann zog er aus, um das Böse zu vernichten. …WEITERLESEN

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Sehr geehrte Damen und Herren der deutschen Bahn,

seit Langem schon bewundere ich Ihre dreiste Selbstverständlichkeit, wenn es darum geht, mit halber Aufmerksamkeit einen so massiven Betrieb zu führen.
Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch, denn das meine ich in diesem Fall absolut positiv. Vielmehr begeistert mich diese Form der unternehmerischen Freiheit und vollkommenen Sorglosigkeit.
Bei der Bahn dominiert anscheinend das Credo „Das Wetter ist König“ und nicht der Kunde. Und das ist an sich ja auch völlig legitim. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und da darf jeder seinen Betrieb führen, wie er will. Glück für Sie, dass es nur eine einzige Transitgesellschaft in Deutschland gibt, die Ihre Gleise zum Personentransport benutzt. Ansonsten müsste man sich ja tatsächlich einmal anstrengen und versuchen, die Stammkundschaft zufrieden zu stellen. More →

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Ein Mann brachte einst eine magische Wunderlampe in seinen Besitz. Als er diese rieb, kroch daraus ein Flaschengeist hervor. Der Geist bedankt sich bei seinem Retter und versprach dem Mann drei Wünsche. Er betonte, dass er sich alles wünschen könne und nichts unmöglich sei. Alles, was er sich vorstellen könne, solle er bekommen. …WEITERLESEN

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Nur einen einzigen Satz.

Dies sage ich mir jeden Tag wieder. Es ist mein Gebet an den großen Gott der Kunst. Den Gott ohne Namen. Den Gott, den Künstler gleichzeitig verachten und anbeten. Er als Gott entscheidet, wer an diesem Tage etwas niederschreibt oder nicht. Und jeden Tag hoffe ich erneut, dass ich unter den Auserwählten bin.
Aber warum denn nur einen einzigen Satz, mag sich mancher fragen? Ist das nicht zu wenig? Warum das Papier hervorkramen, den Laptop hochfahren oder den Stift zücken? Für einen einzigen Satz ist das doch verschwendete Mühe. Da kann man doch gleich zuklappen, wegstecken und zerknüllen. Bevor ich nur einen Satz schreibe, schreibe ich lieber gar nichts.
Und das ist der Fehler. Zu denken, ein Satz wäre nicht wichtig. Ein Satz wäre zu vernachlässigen.
Jeder, der das denkt, hat noch nie über die unglaubliche Bedeutsamkeit eines einzigen Satzes nachgedacht.
„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit.“
„Ich bin ein Berliner.“
„Ab 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen.“
„Ich habe einen Traum.“
„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“
Wer nun behauptet, diese Sätze hätten kein Gewicht gehabt, ja keinen Tumult oder Unruhen ausgelöst, keine Panik, Freude oder Ekstase erschaffen, niemanden betroffen, berührt und bewegt, der mag sich wohl weiter Unglauben vorgaukeln.
Alle anderen haben hoffentlich verstanden, welche Kraft ein einziger Satz mit sich bringt, ja welche Massen man mit ihm bewegen, wie viel Wissen man durch ihn vermitteln und wie viele Gefühle man darin verbergen kann.
Und genau aus diesem Grund nehme ich mir vor, wenn auch sonst nichts, zumindest einen Satz am Tage niederzuschreiben. Weniger aus Hoffnung, dass ich irgendwann den einen wirklichen wichtigen finde, sondern dass ich, angespornt, noch einen aufs Papier bringe. Anschließend einen weiteren niederschreibe, um danach noch einen folgen zu lassen, nur um mich irgendwann erschöpft zurückzulehnen und auf die voll beschriebene Seite blicken zu können. Und wer weiß. Vielleicht befindet sich irgendwo dazwischen auch ein Satz mit etwas Gewicht.

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„Wie viel Meta ist zu viel Meta?“, frage ich und blicke von meinem Laptop auf.
Der Fernseher antwortet mir nicht. Kann er auch gar nicht. Er ist schließlich aus. Sonst könnte ich nämlich gar nicht schreiben. Das hält mich aber trotzdem nicht davon ab, mich mit ihm zu unterhalten. …WEITERLESEN

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Der alte Herr trägt bei strahlendem Sonnenschein den Regenschirm stolz über dem Haupt. Er flaniert auf den Feldweg, zwischen den Bäumen hindurch und erfreut sich an den Blumen, Gräsern und der Natur an sich. Die Vögel zwitschern verheißungsvoll den Sommertag in die Weite hinaus und die Eichhörnchen balzen umeinander in den Blätterkronen. …WEITERLESEN

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