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Freitag, 16.06.2017

06:34
Großbrand in Kölner Innenstadt
Am Morgen durfte die Feuerwehr von Köln bereits mit Blaulicht und Sirene anrücken. Nahe der Altstadt war im dritten Stockwerk ein Feuer ausgebrochen. Schuld am Brand war ein vergessener Milchtopf auf dem Herd. Die Familie konnte sich noch rechtzeitig retten, nur der Vater trägt einige leichte Verbrennungen davon. …WEITERLESEN

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„Warum muss ich immer so früh ins Bett gehen?“
„Damit du ausgeschlafen bist.“
„Warum?“
„Damit du genug Kraft für den Tag hast.“
„Warum?“
„Weil du sonst vielleicht mittendrin einschlafen würdest.“
„Warum?“ …WEITERLESEN

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Man habe bisher noch keine Spur des Jungen gefunden. Sämtliche Agenten tappen im Dunkeln. Dirk Daddeldum scheint wie vom Erdboden verschluckt.
Der böse Doktor Dorl Deppelda sitzt in seinem türkischen Ohrensessel und lauscht den Klängen indischen Kesselfleischkochens. Dabei streichelt er mit einer Hand seinen infernalen Teufelsleguan Totatoetachl, eines der gefährlichsten und widerwärtigsten Tiere der Welt. …WEITERLESEN

Kloster Pillar

Wenn man dem Höhlensystem des Sierra-Tunnels nach Norden hin folgt, erreicht man nach einer halben Stunde einen Serpentinenweg. Folgt man diesem, merkt man nach einiger Zeit, wie die Höhlenwände von einem fort wandern, sich weiten und höher werden. Nach ein paar weiteren Metern steigt der Pfad an und führt von da an in einem Vierundzwanzig-Grad-Winkel nach oben. …WEITERLESEN

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Es regnet. Ich fahre Rad.
Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen. Es genügen fünf kleine Wörter, um meinen Gemütszustand aufs Ausführlichste zu beschreiben.
Doch, der Regen stört mich nicht. Oder eher gesagt, ich lasse mich nicht vom Regen stören.
Das ist nämlich der Trick dabei. Man darf sich nicht vom Regen stören lassen, nein, man muss selbst den Regen stören. So lange, bis er sich verzieht.
Außerdem ist der Regen gar nicht so störend. Er stört eher passiv-aggressiv.
Ich kann klar denken und auch fahren, wohin ich will.
Nur der Regen ist da.
Und stört mich. …WEITERLESEN

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Ein Blitz zuckt über den nachtschwarzen Himmel. Von weitem schon hört man das tiefe Grollen, dass wie das Gebrüll eines wilden Tieres über die Skyline fegt.
Dazu mischt sich das noch ferne, aber langsam nähern kommende Rauschen von gewaltigen, aufeinander einstürzenden Wassermassen. …WEITERLESEN

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„Gerade habe ich gar keine Zeit für Sie.“
„Nur ein paar Minütchen?“, bettelt der Reporter, bereits Stift, Papier und Diktiergerät im Anschlag. …WEITERLESEN

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Herr L trifft auf Frau U
„Schönen, guten Morgen“, sagt Frau U.
„Einen guten Morgen zurück“, erwidert Herr M. …WEITERLESEN

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Wir waren im Bus gefangen. Gierige Hände drückten sich gegen das Glas und hinterließen schmierige Abdrücke auf den Fensterscheiben. Wir waren zu viert. Die ganze Mannschaft war versammelt. Es war nur ein kurzer Stopp auf dem Rastplatz eingeplant gewesen, aber nun hatten sie uns umzingelt. Es gab kein Entkommen mehr. …WEITERLESEN

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Drei Minuten bis zur Landung.
Nil Rukasil’naya kontrolliert noch ein letztes Mal die Treibstoffanzeige der Oрел. Die drei Kosmonauten besitzen noch genug Sprit, um den Weg nach Hause zu schaffen. Bisher war alles gut gegangen. Der Start in Baikonur wurde vor einigen Tagen live in die ganze Welt ausgestrahlt und die Landung auf dem Mond sollte nun ebenfalls, für jeden sichtbar, festgehalten werden.
Noch eine Minute bis zur Landung.
Der Druckausstoß wird erhöht, der Sturz nach unten verlangsamt sich drastisch. Man schwebt der Oberfläche entgegen. Sanft setzt die Oрел auf der Mondoberfläche auf. Sein Copilot Gudok Vsevnutri überprüfte die Anzeigen. Schon jetzt schlagen die diversen Messanzeiger aus und senden unglaubliche Mengen an Daten an die Terminals und Rechner zuhause. Wichtige Forschung und Wissenschaft für das Vaterland. Durch das kleine Seitenfenster beobachtet das dritte Mitglied der Besatzung, Maykl Vorotnik, die näher kommende Mondoberfläche. Es war schon entschieden worden. Er bleibt in der Kapsel, die anderen beiden wagen sich in den luftleeren Raum. Ein wenig sticht es ihn, aber er weiß, dass er auch seine Pflicht erfüllen wird.
Fast ist es soweit. Das ganze Schiff erfasst ein sanftes Beben, als es zwischen Geröll und Sand auf dem Boden anlandet. Der Moment der Wahrheit ist gekommen. Man zieht die Anzüge an und machte sich bereit zum Ausstieg. Rukasil’naya gibt seinem Kollegen ein Zeichen. Er steigt als Erster aus. Sie schließen die Tür zur Luftdruckkabine. Die Außentür öffnet sich, wobei alle Luft schlagartig entweicht und durch die eisigen Kälte des Kosmos ersetzt wird. Nil packt die Kapselwand und schiebt sich hinaus. Setzt einen Fuß auf eine Sprosse. Dann denn Anderen darunter.
Als er auf der Leiter steht, kurz vorm Absprung, um ihn herum nur das tiefschwarze Nichts des Weltraums, spricht er mit fester Stimme jene Worte, die noch lange in den Köpfen der Menschen nachhallen würden:
„Eto odin malen’kiy shag dlya cheloveka, odin gigantskiy skachok dlya rossii.“

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