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„Gerade habe ich gar keine Zeit für Sie.“
„Nur ein paar Minütchen?“, bettelt der Reporter, bereits Stift, Papier und Diktiergerät im Anschlag. …WEITERLESEN

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Herr L trifft auf Frau U
„Schönen, guten Morgen“, sagt Frau U.
„Einen guten Morgen zurück“, erwidert Herr M. …WEITERLESEN

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Wir waren im Bus gefangen. Gierige Hände drückten sich gegen das Glas und hinterließen schmierige Abdrücke auf den Fensterscheiben. Wir waren zu viert. Die ganze Mannschaft war versammelt. Es war nur ein kurzer Stopp auf dem Rastplatz eingeplant gewesen, aber nun hatten sie uns umzingelt. Es gab kein Entkommen mehr. …WEITERLESEN

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Drei Minuten bis zur Landung.
Nil Rukasil’naya kontrolliert noch ein letztes Mal die Treibstoffanzeige der Oрел. Die drei Kosmonauten besitzen noch genug Sprit, um den Weg nach Hause zu schaffen. Bisher war alles gut gegangen. Der Start in Baikonur wurde vor einigen Tagen live in die ganze Welt ausgestrahlt und die Landung auf dem Mond sollte nun ebenfalls, für jeden sichtbar, festgehalten werden.
Noch eine Minute bis zur Landung.
Der Druckausstoß wird erhöht, der Sturz nach unten verlangsamt sich drastisch. Man schwebt der Oberfläche entgegen. Sanft setzt die Oрел auf der Mondoberfläche auf. Sein Copilot Gudok Vsevnutri überprüfte die Anzeigen. Schon jetzt schlagen die diversen Messanzeiger aus und senden unglaubliche Mengen an Daten an die Terminals und Rechner zuhause. Wichtige Forschung und Wissenschaft für das Vaterland. Durch das kleine Seitenfenster beobachtet das dritte Mitglied der Besatzung, Maykl Vorotnik, die näher kommende Mondoberfläche. Es war schon entschieden worden. Er bleibt in der Kapsel, die anderen beiden wagen sich in den luftleeren Raum. Ein wenig sticht es ihn, aber er weiß, dass er auch seine Pflicht erfüllen wird.
Fast ist es soweit. Das ganze Schiff erfasst ein sanftes Beben, als es zwischen Geröll und Sand auf dem Boden anlandet. Der Moment der Wahrheit ist gekommen. Man zieht die Anzüge an und machte sich bereit zum Ausstieg. Rukasil’naya gibt seinem Kollegen ein Zeichen. Er steigt als Erster aus. Sie schließen die Tür zur Luftdruckkabine. Die Außentür öffnet sich, wobei alle Luft schlagartig entweicht und durch die eisigen Kälte des Kosmos ersetzt wird. Nil packt die Kapselwand und schiebt sich hinaus. Setzt einen Fuß auf eine Sprosse. Dann denn Anderen darunter.
Als er auf der Leiter steht, kurz vorm Absprung, um ihn herum nur das tiefschwarze Nichts des Weltraums, spricht er mit fester Stimme jene Worte, die noch lange in den Köpfen der Menschen nachhallen würden:
„Eto odin malen’kiy shag dlya cheloveka, odin gigantskiy skachok dlya rossii.“

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Der Vampir klopft an mein Fenster. Ich sehe kurz vom Computerbildschirm auf und wende meinen Blick wieder dem Youtube-Video zu.
Es klopft erneut. Ich versuche es zu ignorieren, aber die abscheuliche Bestie lässt nicht locker. …WEITERLESEN

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Sonntagnachmittag, Sommer, 35° C.
Die Stadler Kunstgrube in Frankfurt. Ein modernes Kunstmuseum mit Ausstellungsstücken von bekannten und unbekannten Amateuren aus Stadt und Umgebung. Egal, welche Kunstrichtung, welches Medium und welche Gesellschaftsschicht. …WEITERLESEN

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In einem fernen Land lebte einst ein König. Dieser hatte sich in jungen Jahren eine Adelsdame zur Frau genommen, die ihm später aber leider verstarb. Seither regierte er alleine. Besonders in kalten Winternächten, wo ihm niemand das Bett wärmte, machte ihm die Einsamkeit zu schaffen.
Eines Tages beschloss er, sich eine neue Gemahlin zu nehmen. Zwar waren seine besten Jahre bereits vorübergezogen, doch er befand sich selbst als einen durchaus angenehmen Zeitgenossen. Dieses Mal aber wollte er sich nicht auf den Adel beschränken. Schön sollte sie schon sein, reich dagegen nicht. Denn schließlich war er das schon selbst. Kinder sollte sie kriegen können, am Besten ein Dutzend und vor allem musste sie bei Festen und vor dem Volk bezaubernd lächeln können. …WEITERLESEN

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Der Held wurde in einem kleine Dorf zwischen Feldern und Wäldern groß. Er führte ein einfaches Leben, bis eines Tages die Handlanger des gefürchteten Königs einfielen und alle, die ihm lieb und teuer waren, meuchelten. An jenem Tag schwor der Held, Rache zu üben und trainierte sich seitdem in den Künsten des Kampfes. Er trainierte Ausdauer, Stärke und Geschicklichkeit. Nebenbei erweiterte er noch seinen Wortschatz, übte das Rechenwesen und eignete sich Staatskunde an. Dann zog er aus, um das Böse zu vernichten. …WEITERLESEN

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Sehr geehrte Damen und Herren der deutschen Bahn,

seit Langem schon bewundere ich Ihre dreiste Selbstverständlichkeit, wenn es darum geht, mit halber Aufmerksamkeit einen so massiven Betrieb zu führen.
Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch, denn das meine ich in diesem Fall absolut positiv. Vielmehr begeistert mich diese Form der unternehmerischen Freiheit und vollkommenen Sorglosigkeit.
Bei der Bahn dominiert anscheinend das Credo „Das Wetter ist König“ und nicht der Kunde. Und das ist an sich ja auch völlig legitim. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und da darf jeder seinen Betrieb führen, wie er will. Glück für Sie, dass es nur eine einzige Transitgesellschaft in Deutschland gibt, die Ihre Gleise zum Personentransport benutzt. Ansonsten müsste man sich ja tatsächlich einmal anstrengen und versuchen, die Stammkundschaft zufrieden zu stellen. More →

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