Dunkelheit quirlt quellend über,
Laub und Blätterkronen drüber,
rinnt in schwarzen Bächen träge,
an krummen Stämmen schwarz hinab.
und tröpfelt zäh ins dürre Gras.

Mondlicht bricht sich zwischen Gestrüpp,
fällt im fahlen Funkeln dunkel,
nach unten wo’s versickert und
kein Stück davon zurückbleibt. …WEITERLESEN

Ein Jungspund verließ sein Elternhaus,
und zog in die weite Welt hinaus,
er wollte sehen was da war,
war er sich doch nur gewahr,
was er sah,
zu Hause Jahr für Jahr.

Die Eltern, immer voll Bang und zagen,
die konnte er nicht mehr ertragen,
ihn dürstete nach fernen Wegen,
neuen Leuten zu begegnen.
Das Glück zu finden in der Welt,
eben zu suchen was gefällt.

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So manch alter Erzähler,
von so machen alter Geschicht,
erzählte mir ne Legende,
ich glaub ihr kennt sie noch nicht.

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Zu jener Zeit gab es recht viele Helden. Das lag wohl mitunter daran, dass es noch sehr viel Übles auf der Welt gab und somit eine Menge Chancen sich einen Namen zu machen.

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Einst trat ein Mann vor Gott, denn er wollte sich des Lebens wegen beschweren.
„Gott!“, sprach er: „Warum hast du mein Dasein so unbarmherzig gemacht. Warum hast du mich als Mann auserkoren, all die schweren Arbeiten zu erledigen?
Tagein, tagaus muss ich schuften, muss ich mich halb tot arbeiten, nur um genügend Geld nach Hause zu bringen, um mich und meine Familie zu ernähren. Meinen Körper und meine Zeit opfere ich, während meine Kinder und meine Frau sich Zuhause einen faulen Lenz machen. Und wenn ich dann nach Hause komme, zankt mein Weib mit mir und mein Sohn will nichts von mir wissen. Kein Essen finde ich auf dem Tisch und auch das Bier hat man mir lang schon ausgetrunken. Mir bleibt also jeden Abend nichts anderes übrig, als mich stillschweigend ins Bett zu legen, nur um dann am nächsten Tag wieder von vorn anzufangen. Wieso muss gerade ich derjenige sein, der buckelt?, fragte der Mann Gott.
Doch Gott schwieg.
Da wurde der Mann fürchterlich zornig.
„Wenn du mir schon nicht antworten willst“, fuhr er fort: „Dann verwandle mich wenigstens in eine Frau. Wenn ich das Leben meines Weibes betrachte, wünschte ich mir nichts sehnlicher, als sie zu sein und keinen Finger mehr rühren zu müssen.
Und Gott erfüllt ihm den Wunsch.

Doch kaum zwei Wochen später, stand die Frau wieder vor dem Herrn und wollte sich des Lebens wegen beschweren.
„Gott!“, sprach sie: „Warum hast du mir nicht gesagt, dass die Frau es auch nicht besser hat, als der Mann?Der Haushalt muss gemacht und die Kinder versorgt, Essen muss gekocht und Wäsche gewaschen, Gemüse geschält und Böden geschrubbt werden. Tausend Dinge sind jeden Tag im Haus zu erledigen und sobald der Tag rum ist, fallen schon wieder Zehntausend weitere an.
Jeder Mann der sich mit mir unterhält, starrt nur auf meinen Körper und jede Frau sieht in mir eine Konkurrenz. Mir gegenüber tun sie, als wären sie nur an meinem Glück interessiert, aber hinter meinem Rücken lästern sie über mich.
Sag Gott, warum hast du mir nicht erzählt, wie schrecklich es ist, eine Frau zu sein?
Doch Gott schwieg.
Da wurde die Frau schrecklich wütend.
„Wenn du mir schon nicht antworten willst“, schrie sie: „Dann verwandle mich wenigstens in ein Kind. Wenn ich das Leben meines Sohnes betrachte, wünschte ich mir nichts sehnlicher, als er zu sein und keinen Finger mehr rühren zu müssen.“
Und Gott erfüllt ihr den Wunsch.

Doch kaum war eine Woche vergangen, stand dasKind schon wieder vor Gott und wollte sich des Lebens wegen beschweren.
„Herr!“, sprach es: „Warum hast du mir verschwiegen, was ein Kind sich alles gefallen lassen muss?
Hin und her werde ich geschoben, ich soll dies tun und das werden, und all das sein, was die Eltern nie waren. Gleichzeitig soll ich wissen, was ich mit meinem Leben machen will, obwohl die, die mich erziehen, bei sich selbst noch darüber grübeln.
Folgen soll ich, nach dem Gutdünken derer um mich herum und wenn ich etwas sage, werde ich nur belächelt. Meine Meinung zählt nicht und meine Fragen sind unwichtig.
Sprich Gott! Warum hast du mir dieses Schicksal nicht erspart und mich von dieser törichten Entscheidung abgehalten?“
Doch Gott schwieg.
Da verfiel das Kind in einen rasenden Wutanfall.
„Wenn du mir schon nicht antworten willst!“, schrie es fort: „Dann verwandle mich wenigstens in ein Tier! Dann muss ich mir keine Gedanken mehr um diese Welt machen und kann jeden Tag so leben, als wäre er mein letzter.“
Und Gott erfüllte ihm den Wunsch.

Am nächsten Morgen stand ein kleiner Fuchs vor Gott.
„Gott“, sprach er leise. „Ich bin des Lebens leid. So viele habe ich gesehen und keines ist besser als das andere. Ein Jedes ist erfüllt von Schufterei und Plagen. Selbst als ein Tier kann ich mich nicht fläzen, sondern muss Tag und Nacht auf der Hut sein.
Gott sag, warum hast du das Leben mit so viel Schmerz gefüllt?“
Doch Gott schwieg.
Da wurde der Fuchs ganz still und dachte nach.
„Wenn du mir schon nicht antworten willst“, sagte er schließlich:
„Dann verwandle mich wenigstens in einen Stein. Vielleicht werde ich dann endlich meine Ruhe haben.“
Und Gott erfüllte dem Fuchs seinen letzten Wunsch.
Anschließend sprach der Herr zu ihm mit sanfter Stimme:
„Bist du nun glücklich?“
Doch der Stein antwortete nicht.

Der Damenschuh, der an den eisernen Sprossen der Lautsprecheranlage hängt, irritiert mich. Alt ist er; das Wetter hat die Farbe ausgeblichen. So alt kann er jedoch nicht sein, denn meine letzte Zugfahrt in diese Richtung war vor knapp einer Woche.
In der Zwischenzeit hat sich hier wohl eine Geschichte abgespielt, aus der ein verlassener Schuh resultierte. Welche genauen Handlungen wohl zu dem ominösen Aufenthalt dieses Schuhs geführt haben, kann ich nur noch spekulieren.
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Es waren einmal ein junger Fuchs, eine Elsterndame und ein alter Hase, die beisammen unter einem großen Kirschbaum saßen und beratschlagten, was denn nun der Sinn des Lebens sei.
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Der Garten sah im Morgenreif,
aus als hätt ihn wer begossen,
und ich tat ganz unverdrossen,
einen ersten Schritt hinein.
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